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Die
Moderatorin Kordula Völker trat symbolträchtig
durch einen Schrank auf die Bühne und
führte locker durch ein abwechslungsreiches
Programm.
Inge von Bönninghausen vom Archiv der
Deutschen Frauenbewegung schlug den Bogen
von Mädchen-
freundschaften im 19. zur Dritten Welle
der Frauen- bewegung im 21. Jahrhundert.
Das weltweit einzige lesbische Akkordeonorchester
"Lydies lesbische Verwandtschaft"
sorgte mit heiteren Stücken für
den musikalischen Rahmen. Die Laudatio übernahm
Stephanie Mayfield vom junglesbischen Webportal
gorizi.de, dessen Schirmfrau Mirjam Müntefering
ist.
In ihrer Dankesrede erinnerte Müntefering
daran, dass Courage letztlich neben den
politischen Verbänden von allen Lesben
selbst kommen muss. Ihre Romane thematisieren
die lesbische Sexualität und die Probleme
junger Menschen mit diesen Empfindungen.
Das vielfältige lesbische Alltagsleben
mit seinen Freuden und Tücken findet
in ihren Geschichten Raum, um sich zu entfalten
und den Leserinnen Lebenshilfe, Antwortgeber
oder einfach "nur" Inspiration
zu sein. Seit dem Erscheinen ihres ersten
Buches "Ada sucht Eva" im Jahr
1998 gibt die Autorin vielen Lesben Hoffnung
und Rat - sie ist somit ein starkes Vorbild,
um in der Öffentlichkeit selbstverständlich
und stolz "out" zu sein. Auch
in ihrem aktuellen Roman "Liebesgaben"
sind die Protagonistinnen lesbisch, doch
die Hauptthematik sind wissenschaftliche
Experimente.
Die Doppelfigur "Wächterinnen"
aus Holz wurde von der Künstlerin Amsel
aus der Eifel entworfen und gestaltet. Sie
symbolisiert Stolz, Kraft, Weiblichkeit,
Verbunden- und Entschlossenheit - also vielfältige
Facetten lesbischen Lebens. Leider muss
die Preisträgerin den Wanderpreis nächstes
Jahr wieder hergeben. "Denn",
so LAG-Geschäftsführerin Gabriele
Bischoff: "weitere Preisträgerinnen
stehen auf der Liste."
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